Die gute Nachricht ist: Es gibt für jeden den passenden Dart – man muss ihn nur finden. Das Angebot ist heute so groß, dass es statistisch unmöglich ist, dass es keine Form gibt, die deinem Griff oder deinen Vorlieben entspricht. Genau diese große Auswahl macht die Entscheidung aber oft schwieriger. Achte beim Barrel auf die folgenden Punkte, um die richtige Wahl zu treffen.
Gewicht
Auf den ersten Blick eine einfache Sache, aber ich kann dir aus Erfahrung sagen: Schon 1 Gramm macht einen riesigen Unterschied. Als ersten Dart empfehle ich 22 oder 23 Gramm, wenn du keinen Vergleich hast. Das bestätigt auch die Tatsache, dass die meisten Profis Barrels zwischen 21–24 g spielen. Natürlich kannst du je nach Vorliebe stark abweichen – Stephen Bunting spielt z. B. mit 12 g, während Ryan Searle 32 g bevorzugt.
Gewichtsverteilung
Man unterscheidet drei Typen: gleichmäßig (center), frontlastig und hecklastig. Für den Einstieg empfiehlt sich eine neutrale Verteilung. Der Vorteil eines geraden Darts mit mittigem Balancepunkt ist, dass er zu fast jedem Wurfstil passt.
Material
Früher gab es nur Kupferdarts, bis sie von Wolframlegierungen abgelöst wurden – und das nicht ohne Grund. Wolframdarts sind deutlich langlebiger, nutzen sich weniger ab und verformen sich nicht so schnell. Heute gelten Kupferdarts eher als Einsteigerkategorie, vor allem für Gelegenheitsspieler oder jene, die sich noch nicht sicher sind, ob sie Darts ernsthaft spielen wollen.
Ein weiterer Vorteil: Da Wolfram dichter ist, hat ein Dart aus diesem Material einen kleineren Durchmesser bei gleicher Länge und gleichem Gewicht als ein Kupferdart. Das heißt aber nicht, dass dickere Darts schlecht sind – Phil Taylor hat seine gesamte Karriere mit relativ dicken Darts gespielt und wir alle wissen, was er erreicht hat.
Grip
Reine Geschmackssache – von völlig glatt bis extrem rau, sodass man sie kaum loslässt. Für den Anfang empfehle ich einen mittleren Grip, der auch am häufigsten von Herstellern angeboten wird. Sehr beliebt sind Barrels mit leichter Vertiefung oder Form, die es erleichtern, die Finger bei jedem Wurf an der gleichen Stelle zu platzieren.
Design
Die Farbe hat auf den Flug keinen Einfluss – ob dein Dart schwarz, rot oder lila ist. Aber mental ist es anders. Jeder kennt das Gefühl: Neue Darts in der Hand und plötzlich fliegen die 180er. :)
Vielleicht ein Placebo, aber unterschätze es nicht. Peter Wright etwa wechselt seine Darts ständig – sogar während eines Matches – wenn sie sich nicht gut anfühlen. Wenn dir Design, Balancepunkt, Grip und Haptik gefallen, beeinflusst das dein Spiel. Am Ende ist das genau das, was einen Dart „perfekt“ für dich macht.
Fazit
Am Ende hat jeder Spieler andere Vorlieben – deshalb gibt es so viele Optionen. Wenn du schon einmal Darts hattest, weißt du, was dich gestört hat oder was du ändern würdest. Danach kannst du gezielt etwas Besseres wählen.
Wenn du noch keine Darts hattest und gerade erst beginnst: Keine Sorge! Ich empfehle dir einen geraden Dart mit mittlerem Grip, der dir auch optisch gefällt. Viele Spieler brauchen nicht mehr. Und wenn du später ernsthafter spielst, hast du eine solide Basis. Dann entscheidest nur du, wohin dich der Weg führt – und wie viele Sets du unterwegs ausprobieren wirst.






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