Darts zuhause spielen: nicht nur Spaß, sondern auch eine großartige Möglichkeit, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen
Darts zuhause zu spielen ist nicht nur unterhaltsam – es ist auch eine großartige Möglichkeit, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und dabei Konzentration und Geschicklichkeit zu trainieren. Bevor du jedoch loslegst, ist es wichtig, dich gut vorzubereiten und dir ein hochwertiges Heim-Set zusammenzustellen. In diesem Artikel sehen wir uns im Detail an, wie du die richtige Ausstattung für das Spiel zuhause auswählst.
Soll ich ein elektronisches oder ein klassisches Board kaufen?
Eine der ersten und wichtigsten Fragen, die du dir stellen wirst, ist: welche Art von Board soll ich wählen? Ein Board kann elektronisch (für Softdarts mit Kunststoffspitzen) oder aus Sisal (für Steeldarts mit Stahlspitzen) sein. Ein elektronisches Board ist eine gute Wahl, wenn auch Kinder mitspielen oder die ganze Familie beteiligt ist. Dank der Kunststoffspitzen sind die Darts sicherer für die Wände und ideal für Anfänger oder Freizeitspieler. Viele Modelle verfügen außerdem über einen eingebauten Computer oder verschiedene Spielmodi – perfekt als „All-in-One“-Lösung.
Am beliebtesten sind Sisal-Boards. Das Spiel ist auf beiden Boardtypen gleich anspruchsvoll, aber die Stahlvariante gilt als Standard. Außerdem lassen sich auf Steeldart-Boards Technikfehler beim Wurf leichter erkennen. Auf elektronischen Boards steckt der Dart immer senkrecht (sofern er nicht herausfällt), was ein falsches Bild der Wurftechnik vermitteln kann. Auf Sisal-Boards hingegen steckt der Dart in unterschiedlichen Winkeln – so erkennst du leichter, in welche Richtung du deine Technik anpassen musst.
Welche Qualität sollte das Board haben?
Die Qualität des Boards ist entscheidend. Für den Anfang kann man auch ein Papierboard kaufen, das jedoch nur geeignet ist, wenn es selten genutzt wird – es „regeneriert“ sich praktisch nicht. Die größte Auswahl gibt es heute bei Sisal-Boards – und das aus gutem Grund. Sie sind deutlich langlebiger als Papierboards und haben eine wesentlich längere Lebensdauer.
Auf den ersten Blick scheinen sich Sisal-Boards nur gering zu unterscheiden, doch die Unterschiede haben großen Einfluss auf die Spielqualität. Das wichtigste Element ist die Verdrahtung. Klassische runde Drähte, die mit Klammern auf der Oberfläche befestigt sind, gelten heute als veraltet – sie verkleinern die Spielfläche und erhöhen die Anzahl der Bouncer erheblich. Der professionelle Standard ist heute dreieckiger, ins Material eingelassener Draht.
Drei Spielertypen und Empfehlungen:
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Du willst ein hochwertiges oder professionelles Set, willst dich verbessern und regelmäßig spielen – wähle unbedingt ein Board mit Blade-Wiring.
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Gelegentliches Spielen, du machst erste Schritte im Sport – wähle ein Board mit Rundverdrahtung, immer noch qualitativ, aber mit kleinerer Spielfläche.
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Einfache Funktionalität – hier reicht auch ein Papierboard.
Wie verlängert man die Lebensdauer des Boards?
Damit ein Board möglichst lange hält, ist die richtige Pflege entscheidend:
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Drehe das Board regelmäßig (um zwei Segmente, sodass die 20 immer schwarz bleibt). Ich persönlich drehe gegen den Uhrzeigersinn, damit das stark beanspruchte 20er-Segment das weniger genutzte 12er ersetzt.
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Verwende eine Dartmatte. Auf weichem Untergrund schützt sie den Boden, auf hartem (Fliesen, Beton) schützt sie die Spitzen der Darts vor dem Verbiegen – eine beschädigte Spitze kann das Board leicht ruinieren.
Wie sollten die ersten Darts aussehen?
Die Wahl der ersten Darts ist ein entscheidender Schritt. Im Blog „WIE WÄHLE ICH MEINEN DART?“ gehe ich ausführlich darauf ein – hier nur die wichtigsten Punkte:
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Beginne mit einem geraden Barrel mittleren Gewichts (21–24 g) und Grip über die gesamte Länge. Am Anfang weißt du noch nicht, wo du den Dart genau greifen wirst.
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Wenn möglich, besuche einen Dartclub oder Freunde mit eigenem Set und probiere verschiedene Varianten aus.
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Experimentiere mit Form und Gewicht – finde heraus, was dir am besten liegt.
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Merke dir: dein erster Dart wird fast sicher nicht dein letzter sein. Wenn dir Darts gefällt, empfehle ich ein Barrel mit mind. 80 % Wolfram. Nach einem halben Jahr weißt du genau, was dir fehlt – Grip, Gewicht, Balance, Länge usw.
Spielregeln: Lerne die Grundlagen
Bevor du beginnst, solltest du die Grundregeln kennen:
Die bekanntesten Spielarten:
X01 (301, 501, 701):
Du startest mit einem Punktestand und das Ziel ist es, genau auf null zu kommen. Du kannst mit der Regel „Double in/Double out“ spielen (Beginn und/oder Ende auf ein Doppelfeld). Bei PDC-Profiturnieren wird 501 Double out gespielt.
Cricket:
Ein Spieler muss die Zahlen 15 bis 20 sowie das Bullseye „schließen“, bevor es der Gegner schafft. Eine Zahl gilt nach drei Treffern als geschlossen (Doppel zählt als 2, Triple als 3).
Hat ein Spieler eine Zahl geschlossen und der andere noch nicht, erhält er für jeden weiteren Treffer Punkte entsprechend dem Segmentwert. Sieger ist, wer alle Segmente geschlossen hat und mehr Punkte besitzt.
Grundregeln:
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Abwurflinie: 2,37 m vom Board entfernt
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Bullseye-Höhe: 173 cm vom Boden
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Wertung: Triple- und Doppelfelder in den einzelnen Segmenten (Maximum: 180 Punkte pro Aufnahme – 3× T20)
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Bullseye: rotes Zentrum = 50 Punkte, grüner Außenring = 25 Punkte
Checkout (Auschecken):
Das Spiel muss mit einem Doppelfeld oder Bullseye beendet werden. Wenn der Spieler „überwirft“, bleibt der Punktestand gleich. Beispiel: Hat er 40 Rest und wirft 41, ändert sich nichts.
In einem Freundschaftsspiel können die Regeln natürlich gelockert werden – zum Beispiel, indem die Pflicht, auf ein Doppelfeld zu beenden, entfällt.






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